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Nichtstun: Warum es so wichtig ist, dir Zeit für dich zu nehmen

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog Oh My Yogi 

In unserer heutigen Gesellschaft wird das Beschäftigtsein geradezu glorifiziert. Wer nicht busy ist, gilt oft als faul und wenig ambitioniert oder erfolgreich. Gibt es doch so viel, was zu erledigen ist, so viele Bekannte, mit denen man sich treffen sollte und überhaupt, Sport steht ja auch noch auf der Liste. Nichtstun wird im Allgemeinen als Zeitverschwendung angesehen.

Nichtstun vs. Beschäftigtsein

Schauen wir einmal genauer hin, ist Nichtstun in unserem Leben allerdings mindestens genauso wichtig wie Beschäftigtsein, denn es bietet allerhand Gutes für Körper, Geist und Seele.

Nichts zu tun bedeutet hier allerdings nicht, auf der Couch zu sitzen und durch Instagram und Facebook zu scrollen. Es geht viel mehr darum, etwas zu tun, das dir mentalen Raum gibt und die Möglichkeit, einfach mal loszulassen. Vielleicht sogar in eine Art „flow state“ zu kommen, diesen Zustand, in dem du völlig vertieft bist und alles um dich herum vergisst. Vielleicht ist Yoga oder Mediation dein Nichtstun, Kochen, Spazierengehen, Zeichnen, im Gras liegen, Wolken beobachten – finde etwas, das dich anspricht und nimm dir im Alltag bewusst Zeit für diese „Nichtstu-Pausen“.

Zu lernen, nichts zu tun, ist gar nicht so einfach.

Warum? Weil wir daran gewöhnt sind, dass unser Gehirn ständig arbeitet. Und weil wir es als normal ansehen, immer beschäftigt zu sein. Schließlich sind es alle um uns herum. Außerdem ist es oft einfacher, sich durch soziale Medien, Fernsehen, soziale Interaktion und Arbeit ablenken zu lassen, anstatt allein mit sich selbst und seinen Gedanken zu sein.

Meiner Meinung nach ist die Fähigkeit, nichts zu tun, heutzutage aber unglaublich hilfreich, um in unserer reizüberfluteten, stressigen Welt gesund zu bleiben. Hier sind vier Gründe, warum:

1. Nichtstun fördert die Kreativität

Meeting für Meeting, Anruf für Anruf wird unser kreativer Muskel immer schwächer, da wir ihn nicht benutzen. Doch wenn wir unserem Gehirn durch Nichtstun die Möglichkeit geben, zur Ruhe zu kommen, schaffen wir wieder Raum für Inspiration und Kreativität.

2. Nichtstun macht glücklich

Studien zeigen, dass durch Nichtstun und die damit verknüpfte Entspannung Glücksgefühle ausgelöst werden können. Ein meditativer Zustand stimuliert die Hypophyse unseres Gehirns und fördert damit die Ausschüttung von Endorphinen.

3. Nichtstun beugt Stress vor

Durch den meditativen Effekt des Nichtstuns sinkt unser Level an Stresshormonen, was wiederum dazu führt, dass damit verbundene Leiden wie Kopfschmerzen, Angstzustände, Bluthochdruck, Burnout und Depression vorgebeugt werden kann. Falls bereits eine Stresskrankheit besteht, kann Nichtstun helfen, den Zustand zu verbessern.

4. Nichtstun fördert die Produktivität

In unserer Gesellschaft herrscht der Glaube, dass mehr Arbeit und mehr Aufgaben zu mehr Produktivität führen. Indem wir uns zu viel aufladen, werden wir allerdings gestresster, erschöpfter und unsere Arbeit ineffektiver. Bewusst Pausen zu schaffen, in denen wir ganz bei uns sind, hilft uns, aufzutanken, unseren Kopf zu leeren und danach wieder frisch und inspiriert unsere Aufgaben zu erledigen.

Wie geht es dir mit dem Nichtstun? Nimmst du dir schon Zeit für achtsame Momente oder bist du noch busy? Versuche ab heute doch einfach mal, jeden Tag mindestens 10 Minuten lang nichts zu tun und schaue, was passiert. Gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit findest du dadurch vielleicht die Möglichkeit, abzuschalten und dir selbst etwas Gutes zu tun.

Alles Liebe

Miriam

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By | 2017-12-19T14:52:50+00:00 December 19th, 2017|Education|0 Comments

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