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Ayurveda im Alltag: 5 leichte Tipps für mehr Energie von früh bis spät

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog Oh My Yogi 

Du ernährst dich ausgewogen, machst Yoga, meditierst und versuchst, deinen Stress in Grenzen zu halten. Und trotzdem fühlst du dich oft müde und ausgelaugt? Genau so ging es mir über viele Jahre hinweg. Erst nachdem ich mich mehr mit Yoga und in diesem Zuge auch mit der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda beschäftigte, wurde mir klar, warum ich so oft müde war.

Die gute Nachricht: Ich erkannte, dass ich meine Energie mit ein paar simplen Veränderungen durchgehend auf einem hohen Niveau halten kann. Heute möchte ich 5 Tipps aus dem Ayurveda mit dir teilen und hoffe, dass sie dir genauso helfen wie mir.

1. Ayurveda im Alltag: Erschaffe deine persönliche Morgenroutine

 Eine Morgenroutine, im Ayurveda Dinacharya genannt, hilft dir, den Tag entspannt zu beginnen und deine Energiereserven zu schonen. Suche dir ein paar der folgenden Empfehlungen aus und stelle dir eine Morgenroutine zusammen, die du gut in deinen Alltag einbauen kannst.

Zungenreinigung

Befreie deine Zunge nach dem Aufwachen mit einem Esslöffel oder Zungenschaber von schädlichen Keimen und Stoffwechselprodukten, die sich über Nacht auf der Zunge abgelagert haben. Dadurch unterstützt du dein Immunsystem und regst deine Darmentgiftung an.

Ölziehen

Ziehe einen Esslöffel Sesam- oder Kokosöl für 5 bis 10 Minuten durch deine Zähne und “wische” es im Mund herum. Das Öl zieht Giftstoffe aus der Mundhöhle und nährt das Zahnfleisch. Schlucke das Öl anschließend nicht herunter, sondern gib es in den Restmüll.

Abgekochtes Wasser

Nach der Zungenreinigung und dem Ölziehen empfiehlt es sich, ein großes Glas warmes, abgekochtes Wasser zu trinken, um die Verdauung sowie die Entgiftung des Körpers anzuregen.

Ganzkörpermassage

Abhyanga, die ayurvedische Selbstmassage, wirkt nährend, energiespendend und immunstärkend. Massiere deinen Körper vor dem Duschen mit warmem Sesam- oder Kokosöl und schenke dabei jedem Körperteil Aufmerksamkeit. Lasse das Öl ein paar Minuten einwirken, bevor du warm duschst.

Morgenyoga und Meditation

Aktivierende Asanas, wie z.B. Surya Namaskar (der Sonnengruß), lassen dich energiegeladen und dynamisch in den Tag starten. Anschließend bietet es sich an, für ein paar Minuten zu meditieren, um Ruhe und Fokus in dich zu bringen.

2. Ayurveda im Alltag: Zünde dein Verdauungsfeuer

Im Ayurveda spielt das Verdauungsfeuer Agni eine herausragende Rolle für unsere Gesundheit und Energie. Wenn Agni stark ist, haben wir viel Energie, können Abfallprodukte des Körpers schnell eliminieren und unterstützen unser Immunsystem. Ist Agni schwach, lagern sich Giftstoffe, Ama genannt, im Körper ab. Laut Ayurveda ist Ama die Ursache vieler Krankheiten.

Um Agni zu stärken, kannst du mit verdauungsfördernden Gewürzen wie Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und Kardamom kochen. Genügend Bewegung, Stressabbau und der Verzicht auf “energieraubende” Lebensmittel unterstützen Agni ebenfalls.

3. Ayurveda im Alltag: Wähle energiespendende Lebensmittel

Frische, “echte” Nahrung spielt in der ayurvedischen Küche eine große Rolle. Fast food, stark verarbeitete Lebensmittel und Reste vom Vortag gelten als energieraubend und schwächen Agni. Versuche daher, so viele frische Lebensmittel wie möglich in deine Ernährung einzubauen.

Achte auch darauf, dass deine Nahrung leicht und gut bekömmlich ist. Dies bedeutet z.B., dass du verdauungsfördernde Gewürze verwendest und zu scharfe, ölige und salzige Gerichte einschränkst. Auch eisgekühlte Getränke und zu viel Koffein solltest du meiden.

4. Ayurveda im Alltag: Schränke deinen Koffeinkonsum ein

Auch ich liebe Kaffee, doch leider ist es doch so, dass der Koffeinschub nur temporär ist und nicht lange anhält. Außerdem führt zu viel Koffein dazu, dass unsere Nebennieren stark beansprucht werden, was wiederum zum Erschöpfungssyndrom führen kann. Zusätzlich wird unser Nervensystem überstimuliert und wir kommen abends nur schwer zur Ruhe.

Wenn du deinen Koffeinkonsum einschränken möchtest, versuche, dies langsam zu tun, um Kopfschmerzen, Lethargie und Gereiztheit zu vermeiden. Ich trinke mittlerweile nur noch eine kleine Tasse Kaffee, genieße diese aber in vollen Zügen und mache ein regelrechtes Ritual daraus.

5. Ayurveda im Alltag: Erschaffe deine persönliche Abendroutine

Genauso wichtig wie die ersten Morgenstunden, sind auch die Stunden vor dem Zubettgehen. Eine Abendroutine kann dir helfen, abzuschalten und fördert einen gesunden Schlaf. Versuche, in der Stunde vor dem Zubettgehen alle elektronischen Geräte auszuschalten und vermeide intensiven Sport, aufwühlende Diskussionen sowie laute Musik.

Ayurveda gibt Empfehlungen für eine erholsame Abendroutine, doch es liegt wieder an dir, die für dich individuell sinnvollen Vorschläge in dein Leben einzubauen.

Abendyoga und Meditation

Restorative Yogaposen, wie z.B. Supta Badhakonasana (liegender Schmetterling) oder Viparita Karani (Beine-gegen-die-Wand Haltung) sowie Meditation helfen deinem Nervensystem, herunterzufahren und den Stress des Tages hinter dir zu lassen.

Lavendelbad

Gib ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl in angenehm warmes Wasser und entspanne für 10-20 Minuten. Hast du keine Badewanne, wirkt auch eine warme Dusche beruhigend.

Fußmassage

Das Einölen deiner Fußsohlen mit warmem Sesamöl kann wahre Wunder bewirken. Am Besten ziehst du dir danach ein paar Socken über, um deine Bettwäsche vor Ölflecken zu bewahren.

Gewürzmilch

Eine Tasse warme (Mandel-)milch mit etwas Honig sowie einer Prise Kardamom, Kurkuma und/oder Muskat kann dir helfen, einen erholsamen Schlaf einzuleiten (und schmeckt dazu noch unglaublich gut).

Ich hoffe, ein paar dieser Tipps helfen dir, energiegeladener durch den Tag zu gehen. Hinterlasse mir gerne deine Kommentare und Fragen zum Thema Ayurveda – ich freue mich darauf!

Deine Miriam

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By | 2017-12-19T14:49:32+00:00 November 26th, 2017|Education|0 Comments

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